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Informationen zum Zwiebelmarkt in Weimar

Weimar > Zwiebelmarkt

Spezial zum Zwiebelmarkt in Weimar

Den Weimarer Zwiebelmarkt gibt’s bereits seit 1653. Anfang Oktober, genau am zweiten Wochenende ist es jedes Jahr soweit. Nachdem bereits die neu gewählte Zwiebelmarktkönigin sieben Tage vorher feierlich ihr Amt antrat, nutzt sie immer am Freitag, pünktlich 12 Uhr den Vorzug, gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der, den köstlichen Zwiebelkuchen anzuschneiden und entlang der Zwiebelmarktstände zu flanieren.

Wenn dann am Sonnabend, pünktlich 6 Uhr, der Oberbürgermeister den Markt für eröffnet erklärt, haben die ersten Fest-Gänger ihren Rundgänge und Begegnungen hinter sich. Denn wie echte Weimarer behaupten: „Wen man das ganze Jahr nicht gesehen hat, den trifft man garantiert auf dem Zwiebelmarkt“. Und wirklich, die Weimarer haben ihr Fest längst ins Herz geschlossen und nutzen die drei tollen Tage, um Bekannte zu treffen, von den leckeren Köstlichkeiten zu naschen und sich vom Programm auf den verschiedensten Bühnen der Stadt verführen und zum Tanz verleiten zu lassen. Zudem heißt es im Volksmund „Immer der Nase nach“. Denn man kann den Markt riechen: die Mischung aus Sellerie, Porree, Blumenkohl, Äpfel, Merrettich, Majoran, Beifuß, Knoblauch und Zwiebeln geben dem Herbstfest eine ganz besondere eigene Note.
Und diese Düfte und Begegnungen gab es eigentlich schon immer: Bereits im Jahre 1653 wird der Zwiebelmarkt als „Viehe- und Zippelmarktes“ in einem Schreiben des Stadtrates an den Herzog Wilhelm von Sachsen erwähnt. Der Landesherr ordnete seinen „itzigen“ Untertanen an, das „des Sonntags aber alle feilhabung eingestellet“ werden. Der Markt war also zu Goethes Zeit bereits über 100 Jahre lang beliebt. Der Geheime Rat, wie der amtliche Titel Goethes lautete, ließ dort übrigens für 14 Pfennige Zwiebelvorrat für das ganze Jahr einkaufen.

Auch ein Freund Goethes, Karl Friedrich Zelter hielt viel vom emsigen Treiben der Thüringer: Er schrieb 1827 an seine Tochter: „Heute ist hier das große weimarische Landesvolksfest, der Zwiebelmarkt....Zu allen Toren der Stadt kamen heute....große Fuhren von Zwiebeln...,die an beiden Seiten des Frauenplans, an der Straße und der Esplanade appetitlich ausgelegt sind. Die blanken Zwiebeln sind an langen Fäden wie Perlschnüre aufgezogen und nehmen sich gar artig aus. Goethe ...hing sie an seinem Fenster patriotisch auf, was einiges Aufsehen machte...“.

Und besonders die Zöpfe der Heldrunger Gemüsebauern präsentieren sich jährlich in großer Pracht. Ihnen werden immer die Schillerstraße die „Parade-Stände“ als kleines Dankeschön freigehalten, denn bereits vor vielen Jahren nahmen sie den langen Anfahrtsweg zu Fuß in Kauf, um die Früchte ihrer Arbeit in Weimar feilzubieten.

Längst haben die Zwiebeln und Zwiebelzöpfe ihre Bedeutung verloren. Dennoch ist und bleibt die siebenhäutige Königin die Hauptperson des Weimarer Herbstfestes.



Wollen Sie unseren Zwiebelkuchen selbst mal zu Hause ausprobieren? Frau Seyfarth hat uns Ihr Familienrezept für einen leckeren Zweibelkuchen verraten:

Rezept für einen Zwiebelkuchen von Frau Seyfarth:

Jedes Jahr zur gleichen Zeit, wenn die Zwiebeln wieder drollig gebunden in den Bauernhöfen hängen, wird auch bei uns der traditionelle Zwiebelkuchen gebacken. Der passt hervorragend zu einem Bier oder einem frischen Wein, den Federweißer. Besonders zu Hause schmeckt der Kuchen prima, da er genau auf unseren Geschmack abgestimmt wurde, aber auch auf dem Weimarer Zwiebelmarkt und anderen Herbstfesten wird der Kuchen regelmäßig von meiner Familie verspeist.

Zutaten:

Für den Teig:

500 g Mehl, 1 Würfel Hefe, 1/4 l warme Milch,

1 Ei, 1 Teelöffel Salz, 60 Gramm Butter

(oder fertigen tiefgefrorenen Teig)

Zum Belegen:

8 mittelgroße Zwiebeln, 1/4 l Milch,

4 Eier, 1 Becher Frischkäse (Exquisa oder Ähnliches)

Salz und Muskat nach Belieben



Zubereitung:


Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben, die Hefe zerbröckeln. Mit den Knethaken des Handrührgerätes einen geschmeidigen Hefeteig kneten. Zugedeckt 45 Minuten aufgehen lassen.

Für den Belag die Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schneiden. In Margarine glasig werden lassen.

Den Teig auf Mehl backblechgroß ausrollen. Das Blech mit Margarine einstreichen, mit dem Teil auslegen und die gedünsteten Zwiebeln darauf verteilen. Eier mit Milch und Gewürzen (ein wenig herzhaft darf es sein) verqirlen und auf die Zwiebeln vorsichtig verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad in 30 Minuten goldbraun backen. Warm servieren.

Guten Apetit!!

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